Wenn der Berg ruft: Wanderurlaub im Bayerischen Wald

Alle Jahre wieder zerbrechen wir uns bereits im Frühjahr den Kopf, wohin die Reise gehen soll. In diesem Jahr bin ich mit ein bisschen Sehnsucht nach meinem Lieblingsziel Italien dem Wunsch meiner besseren Hälfte nachgegangen: Ihn zog es in die Berge. Gut, Aktivurlaub soll ja nachhaltig erholsamer sein, als zwei Wochen faul im Liegestuhl Romane oder Kochbücher zu lesen – das ist aber auch schön! 🙂 Es stand schnell fest, dass der Urlaub in den Bayerischen Wald gehen sollte, nur ein Ort musste noch ausgewählt werden. Auf der Suche nach einer gemütlichen Ferienwohnung bin ich durch Zufall auf Bodenmais gestoßen. Glücklicherweise war noch eine schöne Ferienwohnung frei und so stand das Reiseziel fest.

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Kaleidoscope Kitchen: Eine kulinarische Reise durch die Jahreszeiten, www.kaleidoscope-journal.de, Kirsten Schwarzer

Eine kulinarische Reise durch die Jahreszeiten

„Essen hält Leib und Seele zusammen“, so lautet ein Sprichwort und es ist einiges dran. In den letzten Jahren habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und meine Kochkünste um einiges verbessert (zumindest kamen keine Beschwerden 😀 ). Ich koche leidenschaftlich gerne, überwiegend vegetarisch und bin sehr dankbar, dass mein Partner vor keiner Gemüsesorte zurückschreckt. 😉 Kochen ist für einige eine antiquierte und vielleicht sogar spießige Angelegenheit. Doch es hat sehr viel mit Kreativität, Fingerspitzengefühl und Geduld zu tun. Ein gutes Essen, bei dem die einzelnen Komponenten und Gewürze harmonieren, ist wie eine musikalische Komposition oder ein gemaltes Kunstwerk. Darüber hinaus ist es mit Sicherheit gesünder, sein eigenes Essen zu kochen, als den Einheitsbrei in der Kantine runter zu schlingen. Zeit ist zwar ein entscheidender Faktor, doch unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und das gute Bauchgefühl sollten es uns wert sein. Der Spaßfaktor kommt schließlich beim Kochen und späteren Verzehr auch nicht zu kurz.

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Mein kulinarischer Bücherschatz

In den letzten Jahren hat sich zum Entsetzen meines Partners unser Bücherregal mit Kochbüchern der unterschiedlichsten Länderküchen und Kochstile ordentlich gefüllt. Versteht das jetzt nicht falsch, er isst die fertigen Kreationen, die dank dieses kulinarischen Literaturgutes entstehen, ausgesprochen gerne! Nur unser Bücherregal quillt langsam über, das gebe ich zu. Und ich fürchte, es werden sich noch die ein oder anderen Kochbuchschätze dazugesellen – ich bin von Haus aus Germanistin und habe ein Faible für Bücher. 😉 Schließlich habe ich dank dieser Büchervielfalt die Möglichkeit, das Gemüse der vier Jahreszeiten bestens zu verarbeiten und immer wieder neue kulinarische Highlights zu erobern. Darüber hinaus ist mir durch die viele Kocherei und meinen zweiten Blog (uni-dschungel.de) die Idee gekommen, ein vegetarisches Studenten-Kochbuch zu schreiben. Aus meiner eigenen Studienzeit weiß ich nämlich, dass ein wirklich gutes Kochbuch in dieser Sparte Mangelware ist.  

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Lieber eine Schnecke im Salat als gar kein Haustier

Ich war lange Zeit Vegetarierin und koche mittlerweile wieder ab und an Gerichte mit Fleisch und Fisch (Stichwort Eisenwerte). Allerdings kommt bei uns nur ein- bis zweimal in der Woche Fleisch oder Fisch auf den Tisch. Wenn ich ein Gericht mit Fleisch plane, dann kaufe ich das nur noch beim Bio-Metzger. Das ist deutlich teurer als im klassischen Supermarkt, aber einmal in der Woche sollte das drin sein. Zum einen ist die Qualität herausragend und zum anderen habe ich ein besseres Gefühl in Sachen Tierwohl. Fisch kaufe ich auf dem Wochenmarkt beim Fischhändler meines Vertrauens. Den Rest der Woche gibt es die gute alte Gemüseküche. Eine ausgewogene vegetarische Küche basiert in erster Linie auf frischem Gemüse. Mein großes Glück ist ein Hofladen im Vorgebirge (zwischen Köln und Bonn), der überwiegend regionales Saisongemüse anbietet. Dieser Gemüse-Bauer meines Vertrauens hat einen konventionellen Betrieb, der nicht bio-zertifiziert ist. Aber ich weiß, dass man dort beispielsweise bedarfsgerecht düngt und auch natürliche Ressourcen zur Schädlingsbekämpfung nutzt. Hier dürfen sich die sogenannten Nützlinge somit regelmäßig den Bauch vollschlagen. Wenn mir also mal ein Schneckchen im Salat die Fühler entgegenstreckt oder meine Rucola bereits jemand anderem gut geschmeckt hat (Stickwort Fraßspuren), dann ist das für mich ein gutes Zeichen, denn das Gemüse wurde nicht zu Tode gespritzt (im wahrsten Sinn des Wortes).

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Das Gemüse der vier Jahreszeiten

Jede Woche kommt im Hofladen ein stattlicher Einkaufskorb mit Gemüse und Obst zusammen. Im Hofladen kaufe ich auch meine Eier, von frei laufenden, glücklichen und quietschvergnügten rheinischen Hühnern. In der Regel wälze ich vor dem Einkauf bereits meine Kochbücher und schaue, was ich alles mit dem Saisongemüse kochen kann. Dadurch hat sich mein Speiseplan deutlich erweitert. Alleine die Salatkreationen im Winter sind etwas ganz Besonderes: Von frischem Portulak über Rübchen bis hin zur roten Beete – damit lassen sich einige Leckereien zubereiten. Im Winter bieten selbst die unterschiedlichen Kohlsorten eine Fülle von Möglichkeiten – nur in puncto Rosenkohl hört bei mir der Spaß auf. 😀 Natürlich freue ich mich bereits jetzt schon auf die aromatischen Erdbeeren und den frischen Spargel im Frühjahr. Jede Saison hat ihre ganz eigenen Spezialitäten und wir sollten wieder mehr schätzen, was uns die Natur im Laufe der vier Jahreszeiten auf den Tisch zaubert. Wässrige, geschmacklose Erdbeeren im Februar, die bereits eine sehr lange Flugreise hinter sich haben, brauche ich jedenfalls nicht.

Vielleicht habt Ihr jetzt auch Lust bekommen, am Wochenende zu kochen? Dann stöbert doch mal im Buchladen nach einem Kochbuch, das Euch zusagt – es gibt so unendlich viele tolle Kochbücher! Und schlendert am Samstag für einen Einkauf über den Wochenmarkt und lasst Euch inspirieren von den vielen herrlich frischen Gemüsesorten. Wen Ihr sogar einen Hofladen um die Ecke habt, dann ist das natürlich die Krönung. Ich wünsche Euch viel Freude auf Eurer kulinarischen Reise durch die Jahreszeiten!

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Urlaub in Bella Italia: Liebe geht durch den Magen, www.kaleidoscope-journal.de, Kirsten Schwarzer

Urlaub in Bella Italia – Teil I: Liebe geht durch den Magen

Wenn sich der graue, kalte Winter verzieht und die ersten Frühlingsblumen das Licht der Welt erblicken, freue ich mich schon auf den Sommerurlaub. Da der Urlaub im letzten Jahr aus Zeitmangel ins Wasser gefallen ist, war meine Vorfreude dieses Mal umso größer. Doch wohin sollte die Reise gehen? Wie wäre es mit einer Pauschalreise nach Spanien, Wanderurlaub im Bayerischen Wald oder abermals ein Aufenthalt an der guten alten Ostsee?

Urlaub in Bella Italia: Liebe geht durch den Magen, www.kaleidoscope-journal.de, Kirsten Schwarzer

Die geistige Eingebung kam mir quasi in der Küche. Bereits seit einigen Jahren habe ich meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt und kann auf einen stattlichen Fundus an Kochbüchern blicken. An einem verregneten Sonntagnachmittag habe ich es mir mit dem Buch „Piemont und Ligurien: Küche & Kultur“ von Cornelia Schinharl auf dem Sofa gemütlich gemacht. Hier handelt es sich nicht um irgendein Kochbuch: Neben vielen tollen Rezepten (u. a. Focaccia, Torta verde, Ravioli und Pesto) lernt man auch einiges über regionale Produkte (z. B. Weine oder die Taggiasca-Oliven) und die Kultur. Die ligurische Küche, die reich an Gemüse ist, Bilder von pittoresken Küstenorten und Berichte über regionale Spezialitäten haben mein Herz im Sturm erobert. Und so war die Idee geboren, den Urlaub in Ligurien zu verbringen.


Urlaub in Bella Italia!

Bisherige Aufenthalte in Italien wecken bei mir keine so guten Erinnerungen. Hierzu zählen eine miserable Stufenfahrt in die „Ewige Stadt“ und ein, sagen wir mal, etwas langweiliger Familienurlaub in Südtirol in meiner Jugend. Ligurien kannte ich bisher nicht und so habe ich erst einmal Kartenmaterial und einen Reiseführer gekauft. Die Region teilt sich in zwei Küstenabschnitte auf: die Riviera di Ponente und die Riviera di Levante. Ich entschied mich für die Riviera di Ponente, genauer gesagt für die Provinz Imperia. Diese Region, die an Frankreich grenzt, trägt auch den schmückenden Namen Riviera dei Fiori, die „Blumenriviera“. Die üppige Blütenpracht vor Ort macht deutlich, dass die Region die Bezeichnung „Blumenriviera“ mehr als verdient hat.

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Die Suche nach einem „temporären“ Dach über dem Kopf

Nichtraucherdomizil? Ein Haus oder eine Wohnung? Wie weit darf das Meer entfernt sein? Und wo will ich überhaupt hin? Mit diesen Fragen und derartigen Kriterien muss man sich auseinandersetzen, wenn man eine Bleibe für den Urlaub sucht. Für mich stand auf jeden Fall fest, dass es kein Hotelurlaub werden sollte, um möglichst flexibel zu sein. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man die Unterkunft besser auf eigene Faust sucht. Reisebüros scheinen sich eher auf Pauschalreisen oder Hotelurlaube spezialisiert zu haben und ich bekam dort ohne irgendeine Form der Beratung lediglich einen Reisekatalog in die Hand gedrückt.

Im Rahmen meiner Internetrecherche bin ich auf das benutzerfreundliche Portal fewo-direkt.de gestoßen. Dort gibt es eine riesige Auswahl an Ferienhäusern und Wohnungen (auch aus privater Hand) und unzählige Möglichkeiten, die Suche einzugrenzen. Darüber hinaus fand ich es äußerst hilfreich, authentische Bewertungen der einzelnen Domizile von anderen Urlaubern  zu lesen. So kann man im Vorfeld mögliche „Schwachstellen“ erkennen. In meinem Fall war dieser kleine Wermutstropfen die Kirche, die quasi direkt vor dem Schlafzimmer stand und jede Stunde gebimmelt hat, auch nachts. Aber wenn man sonst keine Sorgen hat, gewöhnt man sich auch ganz schnell an die Kirche eines sehr charmanten, kleinen Dorfes. Geschlafen habe ich trotzdem wie ein Stein. Die Kirche diente außerdem den Eulen der Region als Versammlungsplätzchen, aber dazu kommen wir im zweiten Teil meines Reiseberichts.

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Alles in allem sollte man früh anfangen, eine Unterkunft zu suchen, sonst sind die „Filetstückchen“ nämlich schon ausgebucht. 😉 In meinem Fall schloss ich die Suche mit einer Liste meiner Favoriten ab, die die jeweiligen Vor- und Nachteile aufführte. Nun trat mein Freund in Aktion und durfte sich eine Ferienwohnung aussuchen. Wie Männer so sind, dauerte die Entscheidung im Vergleich zu meiner gefühlt endlosen Suche nicht besonders lange. Unter uns gesagt: Er hat sich maximal die ersten drei Wohnungen angesehen und die erste auf der Liste haben wir gebucht. Aber die Wahl war goldrichtig, wie sich später herausstellte.


„Sie haben Ihren Zielort noch nicht erreicht!“

Mit gepackten Koffern, leckeren Pausensnacks und einem ausgeklügelten Routenplan ging die Reise Anfang Juli endlich los. Die Idee, im Juli zu verreisen, erwies sich im Nachhinein als kluge Entscheidung. Zum einen ist es im Juli am Strand und in den Städten noch nicht überfüllt und zum anderen hat man eine gewisse Garantie, dass der Wettergott auch gute Laune hat. Im September sieht das nämlich häufig anders aus, wie wir selbst schon das eine oder andere Mal erlebt haben… ich sage nur Regen und 15 Grad in Griechenland, das braucht kein Mensch!

Frei nach dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ ging die Reise im Morgengrauen los. Alles lief gut und die Straßen waren verhältnismäßig leer. Doch je näher wir der Schweizer Grenze kamen, desto häufiger hörten wir die Verkehrsmeldung, dass im und vor dem Gotthard Tunnel mit erheblichen Staus zu rechnen sei. Ein kleiner Tipp am Rande: Über Twitter kann man die aktuellen Geschehnisse sehr gut verfolgen, denn die Betreiber des Gotthard Straßentunnels nutzen die sozialen Netzwerke. Auf dem Rastplatz kurz vor der Schweizer Grenze haben wir uns bei einer Tasse Kaffee und einem Hasenbrot spontan eine neue Route überlegt. Die Planänderung erwies sich im Nachhinein als Glücksgriff! Unsere neue Route führte uns durch den Großen Sankt Bernhard Tunnel, in dem wir fast alleine waren. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann rund um den Großen Sankt Bernhard Tunnel Plüsch-Bernhardiner in allen erdenklichen Größen kaufen und ihnen so die lange Fahrt mit einem Kuschelgesellen versüßen. 😉

Die Route durch den Großen Sankt Bernhard Tunnel bietet aber auch dem Auge einiges! Man fährt durch eine malerische Bergkulisse, direkt vorbei am wunderschönen Genfer See, mittendurch Piemont. Wenn man ein bisschen Zeit hat, lohnt es sich, bereits dort einen kleinen Aufenthalt einzuplanen. Leider habe ich es versäumt, Fotos von dieser schönen Region zu machen.
Die Anreise von Bonn nach Ligurien hat bedingt durch den Umweg knapp zwölf Stunden gedauert. Natürlich ist die Strecke durch den Gotthard Tunnel kürzer, aber der Schlenker durch die Berge hat sich gelohnt! Nun konnte der Urlaub beginnen, aber dazu mehr im zweiten Teil meines Reiseberichts.

Ciao!

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